Die Sheikh Zayed Moschee - sie könnte ein Kulturerbe der Menschheit werden.
Es scheint eine Fata Morgana zu sein, ein Beweis für das Märchen von 1000 und einer Nacht, wenn man auf die Insel fährt, wo man die Hauptstadt der heutigen Vereinigten Arabischen Emirate, Abu Dhabi, erbaut hat. Doch es ist nicht die Stadt, sondern es sind die in unglaublichem Weiß leuchtenden Kuppeln der Sheikh-Zayed-Moschee, die sich erst nach und nach zu einem märchenhaften Gesamtkunstwerk erschließt.
Schneeweißer Marmor, das war eine der Vorgaben, die der im November 2004 verstorbene Scheich Zayed Bin Sultan Al Nahyan verfügte. Die Farbe Weiß ist für die Muslime die Farbe des Friedens.
Von Paradies-Versen aus dem Koran inspiriert, hatte der Scheich den unzähligen Künstlern und Architekten seine Vorgaben vermittelt, und noch mehr, es gibt in der Moschee kaum ein Schmuckstück oder eine Dekoration, die der Scheich selbst nicht angeordnet hat: Aus Marmor die Dattelpalmen in den wunderschön gestalteten Säulen oder auf den Böden und an den Wänden bunte Gärten mit blühenden Blumen. Es waren vor allem italienische Kunstschaffende, die dann die Muster im Detail entworfen haben und sich von den Farben des Jugendstils haben leiten lassen.
Eine der wichtigsten Aussagen Allahs, dass "Flüsse von Honig den Himmel durchziehen werden", wurde in der Mihrab, der in Richtung Mekka weisenden Gebetsnische, umgesetzt. Betet der Imam in dieser Nische und blickt nach oben, wird er direkt von der Sonne bestrahlt, die durch die spitzen Bögen des Muqarnas-Gewölbes gebrochen werden, um dann in geschwungene Linien aus Gold überzugehen. So erkannt man tatsächlich die "Flüsse aus Honig", die auf den Boden zu fließen scheinen, wo die Muslime in unzähligen Reihen beten.
Unter der 70 Meter hohen Kuppel der Haupthalle ist Platz für über 7000 betende Männer, die ihren Blick auf die Mihrab in der Mitte der Qibla-Wand (Gebetsrichtung) richten.
Im von beeindruckenden Säulenreihen offenen, 17.000 Quadratmeter großen Hof, haben weitere rund 23000 Muslime Platz, die auf dem Marmorboden mit Blumenmotiven aus Halbedelsteinen beten können.
Wer die Moschee besucht, wird auch auf dem größten Teppich der Welt stehen und mit Sicherheit voller Bewunderung sein. 18 Monate haben rund 1200 Weberinnen in drei nordostiranischen Städten an ihm geknüpft haben.
In den meisten Moscheen dienen Gebetsteppiche mit Gebetsnischen dazu, dem Gläubigen einen Platz anzuweisen. Der Betende soll mit seinen Zehen und seinen Schultern die links und rechts von ihm betenden Gläubigen berühren. Dieser gigantische Teppich jedoch, hebt jegliche Begrenzung zwischen den Betenden auf: Sie finden ihren Platz für das Gemeinschaftsgebet hinter den parallelen Streifen des leicht erhöhten Flors,
von wo aus sie die Mihrab (Gebestsniesche) und den Stuhl des Predigers, den Minbar, sehen können, umrahmt von den 99 Namen Allahs, die man künstlerisch in den Marmor der der 23 Meter hohen und 50 Meter breiten Qibla-Wand in Gebetsrichtung zur Kaaba in Mekka, Saudi Arabien eingemeißelt hat. Die Namen sollen den Gläubigen leuchten. Allahs Namen sind unter vielen andern: "Allah der Gnädige", "Allah der Weise", "Allah der Schöpfer" oder Allah "der Vergebende". Jeder der 99 Beinamen ist ein Männername.
Über dem größten Teppich der Welt hängt der größte Kronleuchter der Welt. Mit grünen, roten, gelben und weißen Kristalltropfen aus Swarovski-Steinen in Europa gemacht. Er hat ein Gewicht von etwa zehn Tonnen, er ist 15 Meter hoch und soll zehn Millionen US-Dollar gekostet haben.
Jede der drei zentralen Kuppeln wird von acht Säulen gestützt, die wiederum auf jeweils vier kleineren Säulen ruhen und etwas ganz Besonderes vorweisen. In den Säulen ist schwarzer und weißer Perlmutt in Marmor eingelassen. Das ist deshalb einmalig, da man in allen anderen Moscheen Perlmutt nur in Holz eingelassen hat. Und noch etwas ist herausragend gelöst worden: An der Stelle, wo die vier schmalen unteren Säulen in eine einzige große übergehen, sind die Abzugshauben für die Luftkühlung integriert. Insgesamt verfügt die Moschee über 1192 Säulen.
Im Prinzip wurde die Moschee in mehreren Schritten eröffnet. Das erste Gebet fand während des Ramadan im Jahre 2007 statt, obwohl die Außenarbeiten noch in vollem Gange waren, vor allem die Brunnen waren praktisch noch im "Rohbau" - und auch die Kosten stiegen täglich weiter.
Man schätzt, dass die Sheikh-Zayed-Moschee bis heute mindestens 500 Millionen US-Dollar gekostet hat. Diese Summe wiederum hat auch Kritiker auf den Plan gerufen, denn nur das Teuerste war gut genug. Besonders die streng Gläubigen störten sich am Luxus der Moschee, der vom eigentlichen Sinn einer Moschee ablenken könnte. Die Moschee zeigt allerdings genau das Gegenteil und protzt mit seinem Luxus, der jeden Besucher fast erschlägt.
"Sheikh-Zayed-Moschee" wird sie von den Gläubigen genannt, obwohl sie mit vollem Namen "Sheikh Zayed Bin Sultan Al Nahyan Moschee" heißt. Doch egal wie man die Moschee nennt, jeder Emirati weiß, dass sie von ihrem Staatsgründer Scheich Zayed, dem ersten Präsidenten der VAE, persönlich geplant wurde. Seine Botschaft damals war eindeutig: Die Moschee sollte eine Zeichen für Gastfreundschaft, Offenheit und Tradition für alle Besucher egal welcher Religion in Abu Dhabi werden und für jeden Menschen zugänglich sein.
Das gesamte Gelände der Moschee verfügt über eine Gesamtfläche von 22.412 Quadratmetern. Der Grundstein wurde 1996 gelegt. Der Rohbau wurde 2003 abgeschlossen.
Selbstverständlich sollte es sein, die Religion und den Ort des Gebetes zu respektieren und folgende Regeln einzuhalten:
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Tag |
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Öffentlich (keine Gruppen) 10 Personen und weniger benötigen keine Vorausbuchung |
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Führungen für Schüler sind ab 9 h möglich. Für Buchungen kontaktieren Sie bitte das ADTA. |
10 h: öffentliche Führung |
Kontaktieren Sie bitte die Marketingabteilung des ADTA . |
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10 h: öffentliche Führung |
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10 h: öffentliche Führung |
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10 h: öffentliche Führung |
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Moschee ist geschlossen (nur für Gläubige zum Gebet geöffnet) |
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Keine Führungen, jedoch für Besucher von 9 – 12 h geöffnet |
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So |
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10 h: öffentliche Führung |
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An öffentlichen Feiertagen gibt es keine Führungen in der Moschee. Die Moschee ist jedoch für Besucher von 9 – 12 h geöffnet (außer an Freitagen) |
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