Lange, bevor Erdöl den Reichtum in die Arabischen Emirate brachte, hatte ein anderer Schatz aus dem Meer Dubai zu Wohlstand und Anerkennung als Handelspartner gebracht: Perlen. Als das Emirat sich in den 1830er Jahren vom großen Bruder Abu Dhabi löste und unter der Herrschaft der Maktoums ein politisch eigenständiges Wirtschafts- und Handelszentrum gründete, gingen die Perlentaucher vom Dubai Creek schon seit Jahrtausenden ihrer harten und gefährlichen, aber auch einträglichen Profession nach. Der Indische Ozean, zu dem der Persische Golf gehört, war traditionell ein reiches Sammelrevier für Perlaustern und -muscheln, gefördert durch natürliche Gegebenheiten am Meeresarm des Dubai Creek.
Im "Diving Village" an der Mündung des Creek dreht sich alles ums Perlentauchen und das Leben der Fischer und ihrer Familien. Zahlreiche Exponate und historisches Fotomaterial erzählen anschaulich vom gefahrvollen Leben der Perlenfischer, die oft mit Teams von bis zu 80 Mann aufs Meer hinaus fuhren - nicht alle kamen zurück. In einem großen Wasserbecken wird die Technik des Perlentauchens demonstriert, die Perlmuscheln werden allerdings aus der Südsee importiert.
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